Was bedeutet Laser?
Laser ist die Abkürzung für Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation. Das bedeutet, dass Laser ein verstärkter Lichtstrahl ist, der nur eine Wellenlänge besitzt, nicht wie "normales" Licht ein Spektrum von Wellenlängen. Es ist "sehr rein". Auf diese Reinheit des Lichtes sind die positiven Eigenschaften des Lasers auf die tierischen Zellen zurückzuführen.
Es gibt verschiedene Laserarten. Das Licht der Laser kann alle Farben des Farbspektrums besitzen, aber auch in solchen Wellenlängen auftreten, die vom menschlichen Auge nicht wahrgenommen werden können. Hergestellt werden Laser in verschiedenen Stärken.
Medizinisch finden zwei Hauptgruppen von Lasergeräten Anwendung:
Softlaser: Sie arbeiten im milliWatt-Bereich und werden zur Stimulation von Zellfunktionen genutzt. Die biologische Wirkung beruht darauf, dass das ausgesandte Laser-Licht photochemische Reaktionen in Zellen hervorruft. Keine andere Lichtquelle (Kunst- oder Sonnenlicht) ist fähig, diese Reaktion hervorzurufen.
Chirurgische (Hard)Laser: Hierbei handelt es sich um Laser, die im Watt-Bereich arbeiten und dadurch fähig sind, Gewebe zu schneiden oder zu einzuschmelzen (koagulieren). Sie können wie ein Skalpell eingesetzt werden und dürfen daher nur von Tierärzten, Ärzten oder Zahnärzten verwendet werden.
Als Ursache für die positive Wirkung des Laserlichtes werden zahlreiche Effekte diskutiert. So soll die an das Gewebe abgegebene Energie neben der Erwärmung auch zu einer energetischen Anregung des Gewebes führen. Es wird vermutet, dass dadurch biochemische Stoffwechselprozesse wie die Produktion humoraler und zellulärer Abwehrstoffe und die Freisetzung anaboler Substanzen stimuliert werden. Außerdem wird eine Steigerung der Mikrozirkulation im bestrahlten Gewebebereich induziert.
Bestrahlung
Ein Laserstrahl kann nur defokussiert zur Bestrahlung eingesetzt werden. Weit verbreitet sind Softlaser, die aber nur mit sehr geringen Energien im Milliwattbereich arbeiten. Im Gegensatz dazu kann mit dem in unserer Praxis vorhandenen MLT-Diodenlaser über ein spezielles Defokussierhandstück mit bis zu 5 Watt (5000 Milliwatt) gearbeitet werden. Dies hat den Vorteil, dass die Bestrahlungszeiten erheblich verkürzt werden und Wiederholungsbehandlungen erst nach deutlich längeren Zeitabständen notwendig sind.
Diese Behandlung hat eine entzündungshemmende, wundheilungsfördernde und schmerzlindernde Wirkung.
Wichtig für den Erfolg der Bestrahlung ist die eingesetzte Wellenlänge. Die MLT-Diodenlaser arbeiten mit einer Wellenlänge von 980 nm, bei der optimale Bestrahlungs-Ergebnisse erzielt werden können.
Chirurgie
Im chirurgischen Bereich kann der Laserstrahl - wie oben beschrieben - wie ein Skalpell zum Schneiden von Gewebe verwendet werden. Durch die hohen Temperaturen von bis zu 300 °C platzen die Zellen des behandelten Gewebes auf und verdampfen. Diesen Vorgang bezeichnet man als Vaporisation. Die Vaporisation kann durch die Wahl der Parameter Laserleistung, Fokussierung des Laserstrahls, Abstand zum Gewebe und Einwirkzeit sehr gut kontrolliert und punktgenau eingesetzt werden. Die Stärke der verwendeten Lichtleit-Faser bestimmt außerdem, wie fein der gesetzte Schnitt wird.
Durch den Einfluss des Lasers kommt es zu einer Koagulation der umliegenden Blutgefäße, sodass das OP-Feld frei von Blutungen bleibt. Ein Nachbluten im Bereich des gesetzten Schnittes wird vermieden.
Durch den Diodenlaser werden bis zu 99,9 % der Bakterien und Viren im Einwirkbereich abgetötet, so dass der Laserstrahl im Wundbereich auch eine desinfizierende Wirkung entfaltet. Diese führt zu einer beschleunigten Heilung des Gewebes. Im Vergleich zu konventionellen chirurgischen Eingriffen sind laserchirurgische Eingriffe in der Heilungsphase deutlich weniger schmerzhaft.
Endoskopie
Beim Diodenlaser wird der Laserstrahl über eine dünne Lichtleit-Faser von der Diode im Gerät zum Ende der Faser geleitet und tritt hier aus. Im Gegensatz zum CO2-Laser, bei dem der Laserstrahl über Spiegel, die in einem Gelenkarm untergebracht sind, geleitet wird, eignet sich der Diodenlaser deshalb optimal zum endoskopischen Einsatz. Die Lichtleit-Faser kann durch den Arbeitskanal des Endoskops geführt werden. Unter endoskopischer Sichtkontrolle kann so gezielt mit dem Laser gearbeitet werden.
Anwendungsbereiche:
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